Rezension: „Zerschunden“ von Michael Tsokos

Etwas Ungewöhnliches wird heute passieren, dachte er,

mein Bauchgefühl hatte wieder einmal Recht. Aber ein bisschen deutlicher

könnte es bei seinen Prophezeiungen ruhig mal werden.“

aus „Zerschunden“ von Michael Tsokos

  1. Allgemeine Infos:

Titel: Zerschunden

Autor: Michael Tsokos

Seiten: 419

Preis: 14,99 € (Broschiert), 9,99 € (TB)

Verlag: Knaur

2. Klappentext:

Ein Serienkiller, der europaweit in der Nähe von Flughäfen zuschlägt. Er ist schnell, er ist unberechenbar, und er ist nicht zu fassen. Seine Opfer: alleinstehende Frauen, auf deren Körper er seine ganz persönliche Signatur hinterlässt. Ein Fall für Rechtsmediziner Fred Abel vom Bundeskriminalamt, der plötzlich tiefer in den Fall involviert ist, als er möchte. Denn der Hauptverdächtige ist ein alter Freund, dessen kleine Tochter im Sterben liegt.

3. Der erste Satz:

„Genau im richtigen Moment stieß er die Fahrertür des ockerfarbenen Peugeot Kastenwagens auf.“

4. Meinung zu…

  • Protagonisten

Die Geschichte handelt von dem Rechtsmediziner Fred Abel, welcher auf seine ganz eigene Art für die Gerechtigkeit kämpft. Mit seinem Verstand und seinem Witz geht er mit Köpfchen an die Ermittlungsarbeit. Sein Bauchgefühl kommt dabei nicht zu kurz, welches allerdings nicht sehr aussagekräftig ist, was die Gefahren betrifft. Mit einem starkem Charakter und einem riesigen Dickkopf jagt er einen Sereinkiller.

  • Setting des Buches

Das Buch spielt in der Realität und springt zwischen mehreren Zeiten und Orten hin und her. Reale Orte, reale Personen und reale Ereignisse haben die Handlung des Buches inspiriert. Echte Monster morden in dieser Welt. Davon schreibt Tsokos in diesem Buch. Genial und beängstigend zugleich. Denn diese „Monster“ leben unter uns und man sieht ihnen nicht an, was hinter der Fassade steckt. Erst ihre Taten bringen ihr wahres Gesicht zum Vorschein. Ein True-Crime-Thriller vom Feinsten.

  • Cover

Das Cover finde ich genial gemacht. Die geflochten anmutende Naht ist gestanzt, sodass man sie fühlen kann. Ebenso gilt das für den Namen des Buches und dem Namen des Autors. Es ist schlicht und aufwendig zugleich, was mir sehr gut gefällt. Rundum gelungen!

5. Gesamt

Michael Tsokos Schreibstil ist fesselnd. Von Kapitel zu Kapitel wird die Geschichte um Fred Abel interessanter. Dabei schafft es Tsokos teilweise von einem Kapitel auf das andere eine Cliffhanger so geschickt zu drapieren, dass man das Buch gar nicht aus den Händen legen mag. So schrecklich die Abgründe sein mögen, welche sich in diesem Buch offenbaren. Umso interessanter finde ich es, eine Geschichte zu lesen, welche nicht der Fiktion entspringt, sondern der grausamen Realität entspringt. Zeigt sie doch, dass ein Monster weniger auf dieser Welt weilt.

Von mir gibt es fünf von fünf Karos für „Zerschunden“!

Eure

[Die Textrechte liegen beim Knaur-Verlag.]

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